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Anger

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Hans Larsen wird nach zehn Jahren Haft vorzeitig entlassen. Er ist 72 Jahre alt und geht dem norwegischen Sozialstaat irgendwie verloren. Larsen lässt sich von seinem ehemaligen Arbeitgeber im Hafen wieder als Tagelöhner anstellen; seinen Lohn bekommt er täglich schwarz auf die Hand. Raub, Körperverletzung, Betrug, Larsen hat kaum eine Straftat ausgelassen. Nun ist sein Arbeitgeber sein einziger Kontakt. Nachdem sein Chef ihm eine Wohnung vermittelt hat, entsteht eine besondere Abhängigkeit zwischen Larsen und ihm. Schon zu Beginn seiner Haft starb Larsens Frau. Er erfährt davon aus einem Brief seiner Tochter Marianne, die offenbar den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Marianne arbeitet in einer Wäscherei und ist Mutter einer kleinen Tochter. Marianne wirkt labil, immer an der Grenze zu einer psychischen Störung. Banale Ereignisse können einen normalen Tag in eine persönliche Katstrophe für Marianne verwandeln. Zwischen Vater und Tochter stimmt es ganz und gar nicht, aber Roy Jacobsen lässt seine Leser über den Grund so lange im Ungewissen, dass ich schon kurz davor war, das Buch abzubrechen. Einer Annäherung an die Protagonisten stand eine dicke Milchglasscheibe aus ungelösten Fragen im Wege. Der abgerissenen Beziehung zwischen Vater und Tochter war einfach nicht auf den Grund zu gehen. Als Larsen nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus liegt, lernt er Agnes und ihren Mann kennen. Trotz seines hohen Alters nimmt Larsen bei Agnes eine Stelle als Hausmeister & Hausfreund an. Das Paar ist wohlhabend, das Grundstück riesig, alles wirkt eine Nummer zu groß für einen Ex-Knacki. Agnes ist deutlich auf der Suche nach einer Familie, interessiert sich für Mariannes Lebensumstände; Larsen sucht womöglich unbewusst ebenfalls Anschluss. Die Handlung nimmt eine überraschende Wendung und der Autor zieht schließlich eine Erklärung für das gestörte Vater-Tochter-Verhältnis aus dem Hut. Nach einer Hängepartie in der ersten Hälfte habe ich den Roman doch noch mit Vergnügen zu Ende gelesen, als er sich zum Schelmenstück mit dem Titelentwickelt. "Die Farbe der Reue" hat in angenehm zu lesender Sprache Selbstbetrug, Sprachlosigkeit und das vorgefasste Bild zum Thema, das wir uns oft von anderen Menschen machen.

Textauszug
"Marianne mochte diese Wohnung. Sie hatte drei Zimmer und eine Küche, sie war perfekt für sie und Greta, ein Zuhause, mit Topfpflanzen, Spiegeln, Regalen, einem von ihrer Mutter geerbten Eckschrank, dem Wohnzimmertisch von der Großmutter, Strickwolle in verschiedenen Körben, Steingutschalen und gerahmten Fotografien von Greta auf einem Pferd, und ihren aufgeschlagenen Schulbüchern neben dem PC auf dem Esstisch. Es war sauber, es war ordentlich, erst gestern frisch gesaugt, sogar Greta hatte aufgehört mit ihrer Unordnung, und Marianne saß auf dem breiten IKEA-Sofa, während der Regen auf den Balkon herunterprasselte und nichts geschah, bis der Schlüssel ins Schloss gesteckt wurde und Greta hereinkam und sie durch ihr klatschnasses Haar hindurch breit anlächelte und erzählte, dass sie in den Pfützen herumgeplantscht und die Jungen nassgespritzt hätten - da war es halb drei, und Marianne registrierte, dass ihre Tochter für die fünfhundert Meter von der Schule nach Hause eine halbe Stunde gebraucht hatte, ohne dass Mama reagiert hatte." (S. 264)
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